Werbung

Kräutergarten

Kräutergarten Kräutergarten © M. Petersen

Einer der bekanntesten Äbte des Reichenauer Klosters schrieb zwischen 830 und 840 ein Gedicht über den Gartenbau. Zum Gedenken an Walafrid Strabo wurde im Klostergarten ein "Kräutergärtlein" mit den 23 von ihm beschriebenen Pflanzen angelegt. Außer den Heilkräuter, würdigt er in den 444 Hexametern seines Gedichtes, auch Küchen und Zierpflanzen. Es ist des erste botanische Dokument aus altdeutscher Zeit, das sich mit dem Gartenbau beschäftigt.

 

 

Denn wie auch immer dein Landbesitz geartet ist, mag der Boden schlecht sein und von Sand und Kies starren, oder mag er aus fetter, feuchter Erde, schwere Früchte hervorbringen, mag er hoch auf ragenden Hügeln liegen oder leicht zu bearbeiten, im ebenen Feld, oder mag er mit Steilhang und Graben sich sperren, nie weigert er sich, die Früchte einheimischer Pflanzen zu tragen, wenn nur deine Sorgfalt nicht in lähmender Trägheit ermattet..... Walafrid Strabo "Hortulus"

 

Auf der Reichenau werden, neben Salat und Gemüse, auch Küchenkräuter angebaut und vermarktet. In Töpfen gezogen gibt es sie, das ganze Jahr über, in jedem Supermarkt.

 

* Literatur: Die Kultur der Abtei Reichenau, Verlag der Münchener Drucke / München 1925

                    De cultura hortorum, Reclam, Übersetzt und herausgegben von Otto Schönberger

 

Werbung

Letzte Änderung am Montag, 03 August 2015 09:14
Mehr in dieser Kategorie: « Schloss Königsegg Burgstrasse »